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Autor Thema: gespielte Barbaren ...  (Gelesen 102 mal)

Zenotaph

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gespielte Barbaren ...
« am: Juni 19, 2009, 11:32:12 am »
da ich grundsätzlich zu einem schlechten audiogedächtnis neige - vor allem bei namen - habe ich mir gedacht, wir könnten mal eben eine grobe beschreibung unserer conan-chars hier online stellen, inklusive namen und speziellen hinweisen... da es mein vorschlag war, fange ich auch einfach mal an.

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Name: Li Shun Dao

geboren als sohn von einfachen reisbauern kam er bereits früh in ein kloster. seine eltern waren zu arm, um ein weiteres kind zu ernähren. so entschieden sie sich ihren jüngsten sohn fortzugeben, auf dass er ein besseres leben fernab der familie haben würde.
das kloster besaß eigenes land, mehr als genug, um sich zu ernähren. die mönche arbeiteten selbst auf den feldern. sie waren fleißig und genügsam. auch jeden anderen bedarf des lebens stellten sie selber her, soweit ihnen das möglich war. ihr leben bestand zu großen teilen aus meditation und arbeit. aber da war noch mehr, denn in einer welt, in der gewalt ein probates mittel war, um sich zu nehmen, was man wollte und in der die schwachen einfach hinfortgewischt wurden, ohne dass man ihnen auch nur eine träne für sie vergoss, musste man sich zu verteidigen wissen.
die kriegsherren hatten häufig anderes zu tun, als die überfälle auf einfacher bauern und mönche zu verhindern. sie interessierte nur ihr tribut. viel dieser tribut geringer aus, als erwartet, dann schickten sie truppen. ihnen war egal, ob räuber ein dorf geplündert hatten, es gab keine gnade. daher wandten sich die menschen hilfesuchend an die weisen mönche. doch den mönchen waren die hände gebunden. jeder apell an die gnade und menschlichkeit der plünderer (und der kriegsherren) war vergebens. einige bauern entschieden, sich zu bewaffnen und das recht in die eigenen hände zu nehmen, das ergebnis waren schauerliche gemetzel. wen die plünderer nicht niedermachten, der wurde von den kriegsherren abgeschlachtet, die es nicht duldeten, dass ihre bauern eigene heere aufstellten.
ein listiger mönch erkannte, dass die beste form des kampfes jene sei, die nicht sofort als jene erkannt wird. waffen zu tragen führte nur zu noch schlimmeren folgen, also durfte man keine waffen tragen. dieser mönch beschloss daher, aus seinem eigenen körper eine waffe zu schmieden. sein bestreben die leistungsfähgkeit des eigenen körpers und des eigenen geistes auszuloten und gleichzeitig bewegungsstrategien zu ersinnen, wie er den nachteil einer fehlenden waffe wett machen konnte, stieß auf interesse bei vielen seiner brüder. ihre bestrebungen gipfelten nach jahrzehnten in einer vielzahl von techniken, die bei den unterschiedlichsten tieren abgeguckt worden war. schließlich wehrten sich die tiere auch ohne waffen und nutzten nur, was ihnen von natur aus zur verfügung stand.
auch li shun dao wurde in diesr tradition ausgebildet. die harte feldarbeit stählte seinen körper, die meditation fokussierte seinen geist. unablässiges training lehrte ihn, wie er sich zu bewegen hatte und wie er die kraft seiner feinde gegen sie nutzen konnte.
er war glücklich im kloster, schließlich kannte er sogut wie nichts anderes. er wusste, dass seine eltern ihn fort gegeben haben, aber da er konnte sich nicht mehr an sie erinnern. seit seinem vierten lebenjahr hatten die mönche für ihn gesorgt und ihn ausgebildet.
im alter von 20 jahren, seit nun mehr 16 jahren lebte er im kloster, unternahm er mit einigen brüdern eine pilgerfahrt. ihr ziel waren die länder jenseits der khitai-grenzen. sie erhofften sich neue weisheiten zu finden und mit ungeahnten einsichten zurückzukehren. seit jeher war es brauch, dass ein mönch seines kloster mindestens einmal in seinem leben eine solche weite und oftmals mehrere jahre andauernde pilgerreise unternahm. doch li shun dao und seine brüder fanden nur gealt, tod und sklaverei. ihre gruppe wurde überfallen, sie wehrten sich zwar, aber leider erfolglos, der feind war viel stärker und die meisten seiner brüder starben. er und zwei weitere überlebende wurden an einen sklavenhändler verkauft. der händler wollte einen hohen preis für diese khitai-diener erzielen, wurde aber jäh enttäuscht. niemand zeigte interesse an einem asketischen mönchsdiener. als li shun dao nach einem jahr endlich einen käufer fand, waren seine beiden brüder bereits tot, der eine war trotz der bemühungen seiner brüder früh nach ihrer gefangennahme an wundbrand verstorben, der andere erlag der laune des händlers, als dieser maßlos aufgeregt hatte und eine meute wilder hunde auf seine sklven hetzte. lis bruder hatte sich den tieren entgegengestellt und sie mit leichtigkeit ausser gefecht gesetzt. der händler bestrafte die aufsäßigkeit des "ladenhüters" mit einem vergifteten pfeil seiner handarmbrust.
li wurde letztlich an einen wohlhabenen mann verkauft, der seiner grobschlächtigen art einen zug von kultiviertheit geben wollte, indem er sich einen khitai in seinem gefolge hielt. um zu überleben fiel es li nicht schwer die rolle des demütigen dieners einzunehmen. er wusste, dass es nicht ausreichen würde seinen herrn einfach zu töten oder bei der ersten gelegenheit fortzurennen. in diesen landen fiel er durch seine äussere erscheinung einfach zu sehr auf, als dass er etwaige häscher langfristig würde abschütteln können. also diente er und das tat er gut. er stieg sogar bis zum persönlichen hausdiener seines herrn auf und dieser vertraute ihm zeitweise sogar geld an und schickte ihn auf dienstgänge außerhalb des hauses, manchmal sogar ohne wachen.
auf diese weise verstrichen beinahe fünf jahre. in all dieser zeit hat li seinen wunsch nach freiheit hinter einer maske trotteliger unterwürfigkeit verborgen... bis jetzt ....

aussehen:
li ist ein kleiner, drahtiger mann. sein kopf ist bis auf einen langen, geflochtenen zopf schwarzer haare kahl. in den schillernden, farbenfrohen seidenroben, die sein herr ihm befohlen hat zu tragen, wirkt li ein wenig verloren, die weiten schnitte scheinen ihn förmlich zu verschlucken und die tatsache, das er nicht ständig stolpert oder hinfällt, ist ein wahres mysterium. mandelförmige augen und östliche hautfarbe machen ihn zu einer auffälligen erscheinung. in seinem blick liegen sowohl gleichmut als auch weltferne gelassenheit. seine lippen zeigen fast immer ein dünnes, höfliches lächeln. seine ganze erscheinung ist darauf ausgelegt, harmlos und friefertig zu erscheinen.