So einfach mal so aus langeweile und so poste ich mal die Vorgeschichte zu meinem aktuellen SR-Char mal hier. Nur falls irgendwer interesse hat das überhaupt zu lesen xP

Konzept: Elf Technomancer Rigger/Mechniker
Name: Nathan Tanner
Straßenname: Nate (Eigentlich kein richtiger Straßenname, er hat halt noch nicht wirklich einen...)
Aussehen: Schwarze Haare, dunkle Augen, ungewöhnlich helle (quasi weiße) Haut, schlank/sportlich, Tattoos am ganzen Körper
Alter: 22
Paragon: Daidalos (Daedalus)
Waisenkind, Eltern unbekannt
> Entschlüssle UNBEKANNTE DATEI...
> Fehler! Unbekannter Verschlüsselungsalgorithmus!
> Starte Entschlüsselung mit FEHſŧ¶←¶€COOKIE<3ſ|æłŦ¶↓↓¶LER!...
> Zugriff auf UNBEKANNTE DATEI hergestellt...
Das hier ist meine Geschichte – ich habe bisher nie so etwas wie ein Tagebuch geführt, hab keinen Sinn darin gesehen.
Doch in den letzten 3 Jahren meines Lebens ist so unglaublich viel geschehen, mein Leben hat so viele Veränderungen durchgemacht, dass ich einfach etwas brauche um das Ganze zu verarbeiten.
Aber ich fange am besten von vorne an, erstmal könnt ihr mich Nate nennen.
Aber, wie gesagt, fange ich am besten von Vorne an. Geboren wurde ich 2050 irgendwo in Chicago, meine Eltern habe ich nie kennen gelernt und auch nie gesucht. Die ersten Jahre meines Lebens bin ich in einem Waisenhaus aufgewachsen und zufällig ganz knapp vor der Geschichte mit den Insektengeistern wurde ich von einem kleineren Konzern nach Seattle geholt. Ich war noch viel zu klein um das alles wirklich mitzubekommen oder gar zu verstehen, aber natürlich nahm alles seinen Lauf. Ich wuchs in einer schonen heilen Konzernwelt-Blase auf. Als ich älter war schickte man mich auf eine teure Privatschule, wo ich allerhand Technikkrams lernte, was mir tatsächlich eine Menge Spaß machte, ich hab an meinen ersten Drohnen rumgebastelt, hab sogar mal eine Haushaltsdrohne im Wohnheim umgebaut, dass sie mit Öl putzt. Am Anfang meiner Pubertät hab sogar mal ich die Kameras (nein, offiziell gabs die natürlich gar nicht) in den Mädchenduschen angezapft, man hab ich Ärger bekommen, man hat mir sogar gedroht (ich muss so 13 gewesen sein), dass man mich aus dem Programm raus wirft und ich den Rest meines Lebens damit verbringen muss, das Geld für die Schule selbst zu bezahlen – hätte damals nie gedacht, dass es noch schlimmer kommen könnte.
Dann kam Crash 2.0.
Nicht was ihr denkt, ich war nicht mal in der Matrix als alles passiert ist, aber es hat alles geändert. Ich war mal wieder eines Morgens unterwegs von Wohnheim zum Unterricht zwei Stockwerke tiefer, der Fahrstuhl war wohl mal wieder defekt, hat meine Keycard angeblich nicht erkannt. Also ging ich eben die Treppe, aber es kam außer den paar anderen Schülern zu unserem Verwundern kein Lehrer (ja, wir hatten noch richtige Lehrer aus Fleisch und Blut, richtig altmodisch) da. Seltsam, irgendwie war der ganze Tag chaotisch, die ganze EDV ist durchgedreht, aber man hat uns versprochen, dass alles bald wieder laufen würde. Naja, das tat es nicht und zu allem Überfluss hörte der kleine Konzern, der mir alles bis da hin ermöglicht hatte, quasi auf zu existieren, das Wohnheim und die Schule hatten quasi keinen Besitzer mehr und ich landete letztendlich auf der Straße. 2064 war ein chaotisches Jahr und irgendwie brachte ich es fertig, bis Anfang 2065 auf der Straße über die Runden zu kommen.
Dann hat mich der Star geschnappt und ich bin mit 'ner nagelneuen kriminellen SIN in einem Heim für schwer erziehbare Kinder gelandet (war praktisch eher so was wie 'nen „Knast“ für Minderjährige).
Dort haben die einen „Einstufungstest“ gemacht um zu sehen, wie „gefährlich“ ich bin. Zumindest wollten sie das. Kaum hatte ich das Elektrodennetz aufgesetzt brach das totale Chaos los. Irgendwas war in das System eingedrungen und hatte sich unbedingt den Knoten ausgesucht, auf dem ich mich gerade (zwangsweise) befand.
Das war der Augenblick in dem ich zum ersten mal in meinem Leben die Resonanz wahrgenommen hab, nur wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nicht was ich da fühlte.
Ein seltsames Kribbeln ging durch meinen Körper, dieses Wesen in der Matrix „tastete“ mich ab, wollte mich wohl näher untersuchen. Ich muss für es genau so fremd gewesen sein, wie es für mich. Nennt mich ruhig verrückt, wenn ich von lebenden Wesen in der Matrix rede, aber letztendlich war es genau das – und es wird noch abgedrehter!
Ich muss dabei das Bewusstsein verloren haben, man riss mir das Elektrodennetz vom Schädel während das Matrixwesen noch in meinem Verstand unterwegs war. Das muss etwas in mir ausgelöst haben, etwas von diesem Wesen ist in mir geblieben, bis heute.
Es hat mich noch nicht vollständig zu dem gemacht, was ich heute bin, aber seit diesem seltsamen Ereignis spüre ich dieses allgegenwärtige und angenehme Kribbeln der elektronischen Schwingungen, die überall um uns herum sind. Aber diese Veränderung war nicht das, was ihr jetzt vielleicht erwartet – es war nicht *zack* und nu bin ich Technomancer. Nein, noch lange nicht.
Sagen wir es so, die meisten meiner „Brüder“ und „Schwestern“ hatten es deutlich leichter und angenehmer als ich.
Als ich wieder aufwachte war ich an einem Krankenbett fixiert und überall an meinem Körper waren Schläuche und irgendwelche Apparaturen angebracht.
Mein Körper hatte sich verändert, mit mir war etwas passiert, dass man SURGE nennt.
Man hat mir 'ne menge Kohle gezahlt um mich untersuchen zu dürfen (war halt noch jung und so...), aber „leider“ hat man nur festgestellt, dass sich meine Hautpigmentierung verändert hat. Meine Haut ist jetzt quasi weiß. Also war ich 'nu der Freak vom Dienst. Das ich elektronische Dinge „spüren“ konnte behielt ich lieber für mich.
Nun war ich also 15, ein Freak und im Jugendknast, kann ja nur noch besser werden – dachte ich.
Auch wenn die anderen mich meist gemieden haben oder vielleicht auch gerade deswegen, bin ich mit meiner Zeit im „Knast“ recht gut klar gekommen.
Ich konnte dort eine Ausbildung zum Fahrzeug- und Drohnenmechaniker machen, als ich damit fertig war, galt ich als „resozialisiert“ und wurde wieder auf die Welt losgelassen.
Aber wer stellt schon jemanden mit dem Werdegang „seltsamer blasser ehemalig schwer erziehbarer Freak“ ein? Ich hab tatsächlich wen gefunden, 'ne ziemlich heruntergekommene Drohnenwerkstatt, aber ich konnte von dem Gehalt leben. Zumindest ein paar Monate, dann habe ich angefangen Dinge zu sehen und zu hören, die gar nicht da sind oder die ich gar nicht sehen oder hören können sollte.
Und was macht man mit dem komischen, hellhäutigen, übrigens jetzt auch tätowierten, ehemalig schwer erziehbaren Freak, der „Dinge“ sieht? Richtig, den steckt man in die Klapse!
AIPS diagnostizierte man – wohl einfach weil es irgendwie passte oder weil sie sonst kein Wort dafür fanden, oder weil nach 2064 einfach Mode war.
Fast 3 (DREI!) verdammte Jahre hockte ich also in der Geschlossenen, kein Link, keine Matrix, nicht mal ein verdammter Toaster.
Genau genommen hat mir das sogar geholfen, meine Kräfte gezielter einzusetzen, wenn sich doch mal ein technischer Gegenstand in meine Nähe verirrt hat – und war es auch nur 'nen scheiß RFID – hab ich es geknackt und mir zu nutze gemacht. 11 mal konnte ich abhauen, 3 mal davon sogar aus dem gesamten Gebäude, blöd nur wenn man dann feststellen muss, dass man die Gegend gar nicht kennt und da noch riesige Mauern im Weg sind. Ich habe vielleicht nicht verstanden was ich war, aber ich konnte meine Fähigkeiten immer mehr kontrollieren.
Irgendwie muss dann irgendein Johnson auf meinen „Fall“ aufmerksam geworden und hat ein Runnerteam geschickt um mich „anzuwerben“. Natürlich habe ich diese Fluchtmöglichkeit genutzt, aber ich hatte natürlich nicht vor diesen ominösen Mr. Johnson auch nur anzuhören. Aber die Runner hatten auch gar nicht vor, mich gegen meinen Willen festzuhalten, also bin ich recht problemlos in die Schatten entwischt.
Irgendwie habe ich es geschafft eine Weile SINlos in den Barrens zu überleben, hab gegessen, was nicht schnell genug weggelaufen ist und geschlafen wo es halbwegs trocken war.
Matrixzugang gabs auch ab und an, dort hat dann auch Daidalos das erste mal Kontakt mit mir aufgenommen. Kryptische Nachrichten mit denen ich erst kaum etwas anfangen konnte, doch sie haben mich irgendwie zu jemandem in den Schatten geführt, der mir weiterhelfen konnte. Was meine Fähigkeiten betraf, aber auch mit Jobs.
Inzwischen habe ich mir genug erarbeitet um mir ein paar wirklich nette Spielzeuge zu leisten. Es ist noch nicht viel und mein Straßenruf ist quasi noch nicht existent, aber ich habe nicht all zu bald vor, das Leben in den Schatten gegen ein „normales“ einzutauschen. Überhaupt, was ist schon normal? Ich sicherlich nicht!